Dinkelsbühl: Millionenprojekt dank Spende eingeweiht
Dinkelsbühl [ENA] Die Großtat der Eva Ball machte die Einweihung des Bürgerzentrum "Carl- Fortunat-Haus" im Dinkelsbühler Spitalhof möglich. Ihre Spende von einer Million Dollar ermunterte OB Dr. Christoph Hammer die Sanierung des Haus B der Hospitalstiftung anzugehen. Neun Millionen kostete der Ort des Miteinander.
Eigentlich war das Bauwerk, das 1280 erstmals urkundlich erwähnt wurde, abgeschrieben. Das ehemalige Waisenhaus - eines der ältesten und ortsbildprägendsten Bauwerke wurde zum Sanierungsfall. Renovierung, geschweige denn Nutzung nahezu aussichtslos. Bis die in Dinkelsbühl geborene Eva Ball nach vielen Jahren in den USA lebend nach ihrer Heimkehr Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer überraschte. Mit einer Millionenspende in Dollar, zugunsten eines kulturellen Projektes unter der Bedingung, dass das Gebäude nach ihrem Vater Carl Fortunat benannt werde. Der OB erkannte die Chance und konnte jetzt mit berechtigtem Stolz das neue Bürgerhaus einweihen. 7,5 Millionen Euro steuerte das Land Bayern bei. Dinkelsbühl blieb nur ein Fünftel.
Die Spürnase des OB hat sich ausgezahlt. Ein Großprojekt , das er bei der Einweihung "toll" fand. Es sei ein Ort des Miteinander entstanden, in dem der frühere soziale und gemeinschaftliche Sinn wieder einzog. Das Cafe "Toni" ist beispielhaft. Das Inklusionsprojekt der Wörter Konrad-Biesalski-Schule fand großen Beifall. Menschen mit und ohne Beeinträchtigung zaubern köstliche Kuchen und Torten und bedienen mit Herz und Freude.Im ersten Obergeschoss hielt das Landestheater Einzug mit Kostproben " Lyrik ist nicht so schwierik". Weitere Nutzer des Bürgerzentrums sind die Hospizgruppe, die Volkshochschule, das City-Marketing,der Seniorenbeirat, der Theater- und Kulturring, die Berufsfachschule für Musik und die Sängervereinigung Concordia.
Die Regierungspräsidentin von Mittelfranken Dr. Kerstion Engelhardt-Blum war voll des Lobes. Sie war sich sicher, dass alle Dinkelsbühler sich über das " kulturelle Leuchtturmprojekt" freuen würden. Dank der Initiative des Freistaates Bayern und etlicher Menschen sei es ein Haus der Begenung geworden, in dem sich Nutzer und Besucher willkommen fühlen. Für die Qualität des Hauses sprechen 100 Kubikmeter Holz wurden verbaut und 27000 Biberschwanzziegel sichern das Dach. dass das Haus barrierefrei angelegt ist, versteht sich von selbst. Architekt Christian Geldner sprach vom Gesamtkunstwerk der Dinkelsbühler Altstadt. Sein Projekt verschafft, wie er es nannte, dem Alten Würde, sei aber gleichzeitig ein neuer Glanzpunkt.
Am Tag des Denkmals wurde das Bürgerhaus der Allgemeinheit vorgestellt. Passend fand zeitgleich ein zweites "Fest" statt. Für die Einen, die Besucher der märchenhaften historischen Altstadt war die kraftfahrzeugfreie Altstadt ein besonderer Leckerbissen. Fotografen tobten sich aus. Karawanen zogen langsam, bewusst genießend, einhaltend durch die engen Gassen und staunten über den besonderen Schatz. Für die Anderen, die Einheimischen, war es durchaus auch ein kleiner Fluch. Sie mussten ihre Kraftfahrzeuge außerhalb parken. Wer dem nicht folgte, füllte die Stadtkasse. Drei Vollzugsbedienstete hatten einen turbulenten Arbeitseinsatz. Mehrere hundert " Knöllchen" wurden verteilt - zwischen 20 und 55 Euro das Stück.




















































